Museum in VR: Sketchfab verschenkt 3D-Kulturgüter

Die größte 3D-Plattform der Welt macht es Museen und Archiven möglich, 3D-Modelle ihrer Sammlungen für gemeinfreie Nutzung hochzuladen. News zu VR, AR und KI | MIXED.de & Tomislav Bezmalinovic

Kulturinstitutionen können jetzt 3D-Modelle für gemeinfreie Nutzung auf Sketchfab hochladen.

Die größte 3D-Plattform der Welt macht es Museen, Galerien und Archiven möglich, 3D-Modelle ihrer Sammlungen für gemeinfreie Nutzung hochzuladen. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines offenen 3D-Zeitalters.

Sketchfab machte die Ankündigung in Kooperation mit 27 Kulturinstitutionen aus dreizehn Ländern, darunter dem Smithsonian.

Die Institutionen haben zahlreiche 3D-Modelle unter der bei Sketchfab neu eingeführten gemeinfreien CC0-Lizenz hochgeladen. Sie erlaubt das Kopieren, Modifizieren und Verteilen der 3D-Modelle, selbst für kommerzielle Zwecke, ohne eine Erlaubnis einholen zu müssen.

Folgende Museen, Galerien und Archive stellten bereits Material online. Wer den Links folgt, wird direkt auf die Sketchfab-Seiten der Institutionen weitergeleitet und kann sich die 3D-Modelle ansehen.

Sketchfab will viele weitere Institutionen für das Projekt gewinnen. Vertreter können sich per E-Mail anmelden und erhalten Unterstützung seitens Sketchfab.

Kultur in 3D – überall und jederzeit

Die Initiative hat gleich mehrere positive Effekte. Zum einen können Institutionen 3D-Modelle ihrer Kulturschätze jetzt leichter teilen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Zum anderen können Künstler sie für kreative Zwecke, zum Beispiel Computerspiele oder VR-Bildungserfahrungen, weiterverwenden.

Ganz allgemein wird die Initiative zur Verbreitung kulturrelevanter 3D-Daten beitragen. Ob Architektur, naturhistorisches Objekt oder Artefakt: Wer eine VR-Brille oder AR-Brille besitzt, kann sich das Kulturgut jederzeit nach Hause holen und in aller Ruhe betrachten.

Die breite Verfügbarkeit von 3D-Duplikaten physischen Kulturguts und der entsprechenden Abspielgeräte könnte auf Dauer die Informationsvermittlung und das Lernen revolutionieren.

So könnten zum Beispiel Schulklassen virtuell Museen oder historische Orte besuchen und man müsste nicht mehr zwangsläufig in ein Flugzeug steigen, um einen weit entfernten Ort von kultureller Bedeutung kennenzulernen.

Titelbild: Screenshot des 3D-Modells “Heroic Head of Pierre Wissant, 1886” des Cleveland Museum of Art, als gemeinfreies Gut bei Sketchfab freigegeben, Quelle: Sketchfab Blog

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