Ricoh: Neue 360-Grad-Kamera für Instagram und TikTok

Ricohs 360-Grad-Kameras erscheinen zukünftig unter dem Namen „Vecnos“. MIXED | News zu VR, AR und KI & Matthias Bastian

Ricohs 360-Grad-Kameras erscheinen zukünftig unter dem Namen "Vecnos".

Ricohs 360-Grad-Kameras erscheinen zukünftig unter dem Namen “Vecnos”.

Der japanische Kamerahersteller Ricoh lagert seine 360-Grad-Kameras in das Tochterunternehmen Vecnos aus. Ricoh ist im 360-Bereich besonders für seine Theta-Serie bekannt, handliche Stabkameras, die den Einstieg in 360-Grad-Fotos und -Videos erleichtern sollen.

Shu Ubukata, Ricohs 360-Grad-Ingenieur, der die originale Theta-Serie erdachte, wird Geschäftsführer von Vecnos. Ziel des Spin-off-Unternehmens sei es, dass Vecnos “unabhängig wie ein Startup” agiert, sagt Ubukata zu Wired. Ricoh ist der größte Investor von Vecnos.

360-Kamera für Instagrammer und TikToker

Als erstes Produkt will Vecnos eine besonders schlanke und kompakte 360-Grad-Kamera auf den Markt bringen. Das noch namenlose Produkt soll insbesondere junge Social-Media-Kreative ansprechen, die regelmäßig Inhalte bei Instagram oder TikTok veröffentlichen.

Vecnos legte daher besonderen Wert auf das Design, das im Vergleich zu ähnlichen Kameras “weniger nerdig” sein soll. Trotz des schmalen Formfaktors sollen Bildqualität und Akkulaufzeit auf dem Niveau bisheriger Geräte sein.

Vecnos' erste 360-Kamera soll sich besser in den Lifestyle der Instagrammer einpflegen als bisherige Modelle. Bild: Vecnos

Vecnos’ erste 360-Kamera soll sich besser in den Lifestyle der Instagrammer einpflegen als bisherige Modelle. Bild: Vecnos

Insgesamt sind vier Linsen verbaut: Drei davon sind im Kopf der Kamera im Kreis angeordnet, eine zeigt nach oben. Bedient wird die Kamera über zwei im Haltestab eingelassene Knöpfe.

Mit KI-Unterstützung zu besseren 360-Grad-Videos

Eine Herausforderung bei 360-Grad-Kameras ist, dass die Einzelbilder der Linsen im Anschluss an die Aufnahme zu einem 360-Grad-Bild vernäht werden müssen. Damit das 360-Bild wie aus einem Guss wirkt, müssen beispielsweise Nahtstellen verborgen oder unterschiedliche Lichtverhältnisse ausgeglichen werden.

Da die angepeilte Zielgruppe eher nicht den Desktop-PC einschaltet und stundenlang in einer Video-Software Detailarbeit leisten will, möchte Vecnos eine Smartphone-App mit KI-Unterstützung anbieten. Die soll den sogenannten Stitching-Prozess automatisieren und es Nutzern so leicht machen, qualitativ gute, kurze 360-Videos für Social Media auszuspielen.

Erscheinen soll Vecnos erste 360-Kamera im Sommer. Details zur Technik und der Preis sind noch nicht bekannt.

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