Microsoft Word unterstützt jetzt KI-Textvorschläge

Englischsprachige Nutzer von Microsoft 365 oder Office 365 können jetzt eine KI Sätze neu schreiben lassen. Die KI-Korrektur dürfte für weitere Sprachen erscheinen. MIXED | News zu VR, AR und KI & Maximilian Schreiner

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Englischsprachige Nutzer von Microsoft 365 oder Office 365 können jetzt eine KI Sätze neu schreiben lassen. Die KI-Korrektur dürfte für weitere Sprachen erscheinen.

Im Sommer 2019 veröffentlichte Entwickler Jacob Jackson sein Entwicklertool Deep TabNine mit KI-Autovervollständigung einzelner Codezeilen. Es löste Lobeshymnen unter Codern aus und zeigte, dass die Fortschritte in der Erforschung und Entwicklung von Text-KIs beim Endkunden ankommen.

Auch Microsoft stellte 2019 eine KI-Innovation für Sprache vor: Eine Künstliche Intelligenz, die Geschreibsel in sinnvolle Sätze verwandeln kann. Anstatt einzelner Wörter korrigiert sie ganze Sätze und bietet Satzvorschläge an.

Rewrite mein Geschreibsel

Nun ist das “Rewrite Suggestions” genannte Feature für Nutzer von Microsoft 365 (oder Office 365) verfügbar – allerdings nur für die englische Sprache.

Nutzer können einen Satz markieren und nach einem Rechtsklick im Kontextmenü die neue Option auswählen. In einem separaten Fenster werden anschließend KI-generierte Alternativformulierungen angezeigt.

Die KI bietet unterschiedliche Vorschläge für einen besseren Lesefluss sowie präzisere und besser verständliche Formulierungen im Vergleich zum Originalsatz.

KI-Unterstützung wird noch ausgebaut

Microsofts Rewrite basiere auf “hochmodernen neuronalen Netzwerken, die mit Millionen Sätzen trainiert wurden”, schreibt Microsoft. Als KI-Architektur nutzt Microsoft ein Transformer-basiertes Modell. Die steckt auch hinter Googles BERT und OpenAIs GPT-2.

Aktuell ist die Funktion nur in der Word Web-Applikation verfügbar. Eine Variante für Desktop und mobile Apps soll kommen. Ob und wann eine deutsche Variante erscheint, ist noch offen.

Eine Veröffentlichung von Rewrite für andere Sprachen ist allerdings wahrscheinlich: Der im März veröffentlichte Grammarly-Konkurrent “Microsoft Editor” setzt ebenfalls auf KI-Technologie und unterstützt bisher 20 Sprachen. Er korrigiert allerdings nur einzelne Wörter und Grammatik und klinkt sich nicht kreativ in die Texterstellung ein.

Quelle: Microsoft

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