Reisen in Virtual Reality: Die besten fotorealistischen Ausflüge

Mit VR könnt ihr mühelos an andere Orte in der Welt reisen. Eine Liste der aktuell besten und realistischsten Reiseziele in VR findet ihr bei uns. MIXED | News zu VR, AR und KI & Tomislav Bezmalinovic

Langer Säulengang des Palastes von Versaille in Photogrammetrie-Rekonstruktion für VR

Mit Virtual Reality könnt ihr euch mühelos an Orte in der Welt teleportieren, an denen ihr noch nie wart. Dank hochauflösender 3D-Scans und Photogrammetrie wirken die digitalen Rekonstruktionen fast wie echt. Hier kommt eine Liste der beeindruckendsten VR-Reiseziele.

Blautopf VR

Weniger als 50 Menschen besuchten das sagenumwobene Höhlensystem unter der schwäbischen Alb. Mit der gleichnamigen VR-App könnt ihr die unterirdischen Gewölbe gefahrlos betreten und erkunden.

Blautopf VR kommt als Abenteuerspiel daher: Ihr schlüpft in die Rolle einer Höhlenforscherin, die einen vermissten Kollegen finden muss. Als wäre das nicht genug, scheint dort unten ein mystisches Wesen zu hausen.

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Chernobyl VR Project

Dieses polnische Projekt fängt Teile des Kernkraftwerks und der Geisterstadt Pripjat mittels verschiedener Techniken ein. Neben 360-Grad-Aufnahmen gibt es frei begehbare Umgebungen, die mit Hilfe von Photogrammetrie erstellt wurden, darunter eine verlassene Arbeiterwohnung, die leerstehende Grundschule 3 und die Ruinen des örtlichen Krankenhauses.

Für die 3D-Scans begab sich das Team ausgerüstet mit einem Geigerzähler mehrere Male in die Gefahrenzone. “Diese Orte fallen auseinander und werden irgendwann verschwinden. Die VR-Erfahrung soll sie und ihre Geschichte für die Nachwelt erhalten”, sagen die Entwickler.

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Everest VR

Die allerwenigsten Menschen werden im Laufe ihres Lebens die Strapazen eines Aufstiegs zum Mount Everest auf sich nehmen. Mit Virtual Reality bekommt ihr eine ungefähre Vorstellung davon, was Bergsteiger erwartet: Über eine klapprige Leiter steigt ihr über eine Gletscherspalte hinweg, in einem Schneesturm kraxelt ihr die Eiswand hoch oder ihr harrt eine Nacht in eisiger Kälte in einem Zelt aus.

Der Mount Everest und das umliegende Himalaya-Gebirge wurde detailgetreu digital rekonstruiert. Mehr als 300.000 hochaufgelöste Aufnahmen des Bergmassivs wurde per Photogrammetrie zu einem dreidimensionalen Modell vernäht. Das Ergebnis ist eine gestochen scharfe, wirklichkeitsgetreue Wiedergabe des sogenannten Daches der Welt.

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Il Divino: Michelangelo’s Sistine Ceiling in VR

In Virtual Reality kann man die Sixtinische Kapelle so lange besuchen, wie man möchte – ohne langes Anstehen und den Schweißgeruch anderer Touristen in der Nase.

Die Entwickler griffen für ihre zentimetergenaue Rekonstruktion des Gewölbes samt farbgetreuer, hochauflösender Wiedergabe der Fresken auf historische Zeichnungen und Dokumente sowie Photogrammetrie zurück. Das Ergebnis ist beeindruckend.

Die App bietet eine geführte Tour sowie einen freien Erkundungsmodus. Wer möchte, kann auf Michelangelos Holzkonstrukt steigen, auf dem “der Göttliche” das Deckengemälde pinselte. So bekommt man ein Gefühl davon, unter welchen Arbeitsbedingungen Michelangelo arbeitete und lernt seine Maltechnik kennen.

Mehr als hundert Segmente des Decken- und Wandgemäldes lassen sich anklicken. Daraufhin hört man einen Kunsthistoriker über das jeweilige Motiv referieren.

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Nefertari: Journey to Eternity

Diese Reise führt nach Ägypten, genauer: In die Grabkammer der Königin Nefertari. Über mehrere Jahre hinweg arbeitete das Team um Simon Che de Boer an der millimetergenauen Rekonstruktion dieses wichtigen Zeugnisses altägyptischer Kultur.

In VR kann man aus nächster Nähe erleben, mit welcher Geduld, Hingabe und Handfertigkeit die Grabkammer verziert wurde. Selbst Erhebungen, feinste Texturen und Fehler lassen sich im Licht der virtuellen Taschenlampe erkennen. Einige der Fresken kann man anklicken und erfährt so mehr über deren Bedeutung. Für die beeindruckende Bildqualität setzten die Entwickler KI-Technik ein.

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Realities

Das gleichnamige Berliner Start-up Realities hat sich auf VR-Reisen spezialisiert und bietet ein breites Spektrum hochwertiger 3D-Scans aus aller Welt. Wegen der beträchtlichen Dateigrößen muss man die VR-Ausflüge als kostenlose DLCs einzeln herunterladen.

Realities bietet fotorealistische Ausflüge unter anderem in die Natur Kanadas, den Kölner Dom, das Death Valley, die Ruinen der Beelitzer Heilstätten und Deutschlands letztes Kohlebergwerk Prosper Haniel. Ebenfalls sehr beeindruckend: Ein Besuch in einem der berühmtesten Gefängnisse der Welt – Alcatraz.

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The Homestead

The Homestead (Test) ist die bislang aufwendigste und akkurateste 3D-Nachbildung eines realen Orts. Hier besucht man das Wallace Arts Centre, eine im Pah Homestead in Auckland, Neuseeland untergebrachte Kunstgalerie.

Auf den Gemälden erkennt man gut die Maltechnik des Künstlers sowie einzelne Pinselstriche. Selbst dick aufgetragene Acryl-Farbkleckse treten in der Virtual Reality reliefartig hervor, sodass man fast meint, sie anfassen zu können.

Praktisch: Die meisten Kunstwerke sind mit einem Audiokommentar hinterlegt, der automatisch einsetzt, wenn man sich ihnen nähert. So kann man die Arbeiten betrachten und lernt gleichzeitig etwas über deren Bedeutung.

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Titanic VR

In Titanic VR (Test) taucht ihr in einem klaustrophobischen Forschungs-U-Boot zum Meeresgrund hinab und erforscht das Wrack des legendären Passagierschiffes auf eigene Faust. Mit einem Miniroboter könnt ihr selbst durch kleine Öffnungen steigen und die Räumlichkeiten des Schiffes erkunden.

Die realen Überreste der Titanic wurden für diese VR-Erfahrung zwar weder gescannt noch fotografiert, die digitale Rekonstruktion soll dem Original jedoch sehr nahe kommen.

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Versailles VR

Im bislang größten Photogrammetrie-Projekt des Schlosses Versailles scannte ein Team insgesamt 21 Räume und rund 36.000 Quadratmeter der Palastanlage ein.

Digitialisiert wurden die Räume samt der darin befindlichen Objekte mittels Fotoscan, darunter viele Skulpturen und Gemälde. Begleittexte erläutern die Geschichte und Bedeutung der Artefakte. Insgesamt wurden über vier Terabyte an Daten verarbeitet und mehr als 15 Milliarden Pixel generiert.

Die Tour führt unter anderem durch die privaten Gemächer des Monarchen, durch dessen Privatoper, die Kapelle und die Spiegelhalle. Auf Knopfdruck wechselt ihr in den Nachtmodus und erkundet die Villa im fahlen Mondlicht – in der Realität müsstet ihr dafür wohl einbrechen.

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Valve Index, HTC Vive (Pro, Cosmos), Oculus Rift (S) Steam Gratis

SteamVR-Destinationen

Im SteamVR-Workshop finden sich eine Reihe hochwertiger 3D-Umgebungen, die von Plattformbetreiber Valve sowie SteamVR-Nutzern in ihrer Freizeit erstellt wurden. Nachfolgend findet ihr eine Liste sehenswerter Destinationen.

Geht wie folgt vor, um sie herunterzuladen und zu installieren:

  1. Startet die Steam-App und öffnet die Destinations-Internetseite auf eurem Computer.
  2. Loggt euch an beiden Stellen ein.
  3. Klickt nun auf die Links in der Liste und klickt jeweils auf die grüne Schaltfläche “Abonnieren”. Anschließend sollte die Destination automatisch heruntergeladen werden.
  4. Nun müsst ihr euch nur noch per VR-Brille (Vergleich) ins SteamVR Home begeben und könnt dort die Umgebungen abrufen.
Destinationen Dateigröße
Cadillac Mountain, Maine, USA 1,2 GB
Concrete Ruins at Harborough Rocks, Derbyshire, UK 0,9 GB
Country Lane, Derbyshire, UK 0,9 GB
English Church 0,9 GB
Gottfried Keller Lookout – Switzerland 1,9 GB
Lost Places (2 of 2): Metal Foundry Ground Floor 1,9 GB
Lost Places (1 of 2): Metal Foundry 1,7 GB
Mount Rainier 0,6 GB
My Weeb Room Mk II 0,6 GB
Old Attic 0,9 GB
Tower Bridge 0,8 GB
Small House Interior (Nagano, Japan) 0,7 GB
South Corsica 1,9 GB
Thingvellir National Park, Iceland 0,7 GB
Valve Lobby 0,8 GB

Titelbild: MIXED / Google / Château de Versailles

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