Google könnte mit Tilt Brush seinen VR-Klassiker bald auf die PSVR bringen – vier Jahre nach Erstveröffentlichung. MIXED | News zu VR, AR und KI & Josef Erl
Angry Birds greifen jetzt auch in VR-Arcades an
Mit Angry Birds: Isle of Pigs gelang Resolution Games eine spaßige VR-Umsetzung des Smartphone-Hits. Jetzt fliegen die Vögel auch in diversen VR-Arcades.
Die Angry Birds tummeln sich seit über zehn Jahren auf sämtlichen Touchscreens und Monitoren. 2019 startete der Smartphone Klassiker auch in der Virtual Reality (Abo) auf sämtlichen PC-Brillen und der PlayStation VR. Die Augmented-Reality-Version von Angry Birds: Isle of Pigs haben wir für euch auf dem iPhone und iPad ausprobiert.
Nun weitet sich das Universum der gefiederten Wurfgeschosse noch mal aus – und zwar auf VR-Arcades.
Angry Birds VR: Isle of Pigs in vollem Umfang für VR-Spielhallen
Dank einer Partnerschaft zwischen Angry Birds-Schöpfer Rovio Entertainment und SynthesisVR dürft ihr künftig auch auf VR-Arcades Vögel durch die Luft schießen. SynthesisVR brachte zuvor schon Doctor Who: The Edge of Time oder Pistol Whip (Test) für Virtual Reality.
Ähnlich wie im Original schleudert ihr auch in der Virtual Reality Vögel auf Festungen. In VR prüft ihr die Bauwerke aus der Nähe auf Schwachstellen, bevor ihr sie mit gezielten Vogel-Würfen einreißt. Im Verlauf des Spiels werden die Bauten zunehmend komplexer und eure Vögel erhalten immer schrägere Fähigkeiten.
Die Spielhallen-Version von Isle of Pigs wird nicht gekürzt. Ihr dürft euch also auf die volle Spielerfahrung freuen. Insgesamt stehen die 75 Levels der Standard-Version und drei gruselige Halloween-Zusatz-Level zur Verfügung.
Kompetitives Basteln und Vögel-Werfen in VR
Reicht euch das nicht, habt ihr sogar Zugriff auf den Level Editor von Angry Birds VR. Damit bastelt ihr weitere Puzzles und fordert andere VR-Arcade-Nutzer in einem Turnier-Modus heraus.
Wo ihr VR-Arcades und VR-Spielhallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz findet, haben wir euch in unserer Übersicht zusammengefasst. Wollt ihr euch Angry Birds: Isle of Pigs lieber ins eigene Wohnzimmer holen, bekommt ihr es für knapp 15 Euro im Oculus Store für Oculus Quest und im PlayStation-Store. Mit 12,49 Euro kommt ihr auf Steam momentan etwas günstiger ran.
533 Bewertungen
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The Irishman Verjüngung: Deepfake vs. Netflix-Original
In der Netflix-Produktion “The Irishman” wird Robert DeNiro durch ein aufwendiges Verfahren um fast fünfzig Jahre verjüngt. Ein YouTuber will das besser können – mit Deepfake-Freeware. Schlägt die kostenlose Software die Millionen-Dollar-Produktion?
Große Filmstudios investieren Millionen, um Gesichter von Schauspielern mit aufwendiger Technik zu verändern. Moderne CGI und Künstliche Intelligenz beleben sogar bereits verstorbene Schauspieler digital wieder.
Gesichter auf Bildern und in Videos glaubhaft auszutauschen, ist dank KI-Technik – sogenannter Deepfakes – mittlerweile auch für SFX-Laien möglich. Wie ihr Deepfakes selbst erstellt, haben wir für euch mit DeepFaceLab getestet.
Der bekannte Deepfake-YouTuber “Ctrl Shift Face” zum Beispiel nimmt sich gerne berühmte Filme vor und tauscht Gesichter von Schauspielern aus. In “Home Stallone” verjüngte er Rambo und steckte Sylvester Stallone per Deepfake in die Rolle des Kevin “allein zu Haus”.
In der Netflix-Produktion “The Irishman” war das digitale Verjüngen von Schauspielern essenzieller Bestandteil des Films. Über mehrere Jahre arbeiteten Spezialisten an einer Millionen-Dollar-teuren Verjüngungskur für Robert DeNiro, Al Pacino und Joe Pesci.
YouTuber iFake hingegen verjüngte die Schauspieler mit einer kostenlosen Deepfake-Software in nur sieben Tagen.
Scorsese: Kein Performance Capturing für “The Irishman”
Martin Scorseses Netflix-Original “The Irishman” porträtiert die Beziehungen zwischen dem US-amerikanischen Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa (Al Pacino), dem Mafioso Russel Bufalino (Joe Pesci) und dessen “Problemlöser” Frank Sheeran (Robert DeNiro).
Der Film begleitet die Charaktere über einen Zeitraum von mehr als fünfzig Jahren und zeigt die Entwicklung Sheerans vom einfachen Fahrer zum berüchtigten Mafia-Killer. Die Hauptdarsteller um DeNiro, Pacino und Pesci – heute allesamt in ihren Siebzigern – werden durch ein neues Verfahren zum Teil deutlich verjüngt.
Damit das Schauspiel von der Technik unbeeinflusst bleibt, wollte Regisseur Martin Scorsese weg von den üblichen Verfahren wie Performance-Capturing. Die Schauspieler sollten nicht durch Helmkameras oder Marker beeinträchtigt werden.
Beim Performance-Capture-Verfahren filmen Helmkameras die Mimik der Schauspieler. Marker im Gesicht dienen als Referenzpunkte, um in der Nachproduktion die Gesichter digital zu verändern.
Diese Technik kam beispielsweise bei James Camerons “Avatar – Aufbruch nach Pandora” (Amazon-Link) zum Einsatz. Sam Worthington und Zoë Saldaña verwandelten sich dadurch in die humanoide Spezies “Na’vi”.
The Irishman: Diese Technik steckt hinter der Verjüngungskur des Netflix-Epos
Das Animationsstudio Industrial Light & Magic (ILM) entwickelte unter der Leitung von Pablo Helman eine neue Methode zur digitalen Verjüngung der Schauspieler. ILM ist unter anderem für die Special Effects in Filmen wie “Avengers: Endgame” (Amazon-Link) oder “Jurassic World: Das gefallene Königreich” (Amazon-Link) verantwortlich.
Vor den eigentlichen Dreharbeiten durchlaufen die Schauspieler den sogenannten “Medusa-Capture-Prozess“. Visual-Effects-Spezialisten filmen ihre Mimik aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Daraus entstehen 3D-Modelle, die fließende Übergänge zwischen den verschiedenen Gesichtsausdrücken darstellen können. Am Set werden die Filmszenen simultan mit mehreren komplexen Kamerasystemen gefilmt.
Bei “The Irishman” kam eine dreiköpfige Kamera zum Einsatz, die Infrarotbilder aus verschiedenen Winkeln aufnimmt. BILD: Netflix
Die Primärkamera filmt die eigentlichen Szenen. Die beiden seitlich befestigten Infrarotkameras – genannt “Witness-Cameras” – zeichnen die Gesichter der Schauspieler aus verschiedenen Winkeln auf.
Dadurch werden zusätzliche Bildinformationen gesammelt, die beim Erstellen besserer 3D-Modelle helfen. Die Infrarotbilder sorgen dafür, dass die Gesichtszüge klar erkennbar und nicht durch Schatten beeinträchtigt werden.
Ein 3D-Modell aus The Irishman, das Robert DeNiro im Alter von 34 Jahren zeigt. BILD: Netflix
ILMs […]
Teslasuit im Hands-on: Was kann der Haptik-Anzug?
Der Teslasuit liefert haptisches Feedback an Armen und Beinen, biometrische Erfassungssensoren zur Überwachung der gesundheitlichen Werte und Ganzkörpererfassung durch Motion Capturing. Die Liste der Features ist lang. Doch überzeugt der Haptik-Anzug auch in der Praxis?
Menschen erfassen die Welt nicht nur mit Auge und Ohr. Sie wollen Dinge greifen und spüren, um sie besser zu verstehen. VR-Training nutzt diese Eigenschaft und kann durch immersive Erlebnisse zu guten Lern- und Trainingsergebnissen führen. Besonders effektiv soll VR-Training in Kombination mit haptischen Eingabegeräten sein.
VR-Haptik-Prototypen wie ThermoReal lassen euch Feuer und Eis fühlen und wollen für mehr Realismus in VR-Erlebnissen sorgen. Der Haptik-Controller Aero-Plane bringt Gewicht ins Spiel und am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz arbeitet man an einem VR-Fächercontroller, der Haptik simuliert.
Für ein wirklich umfassendes Erlebnis wollen haptische VR-Anzüge sorgen. Sie geben Feedback aus der Virtual Reality auf den ganzen Körper aus. Ein vielversprechendes Exemplar ist der Teslasuit, der seit einigen Jahren weiterentwickelt wird und auf der CES 2020 ausprobiert werden konnte.
VR-Haptik-Anzug: Das ist der Teslasuit
Der Teslasuit ist ein haptischer Ganzkörperanzug, der hauptsächlich für VR-Training konzipiert wurde. Sein Vibrations-Feedback überträgt er durch insgesamt 80 haptische Stimulationspunkte auf den ganzen Körper. Die elektronische Stimulation simuliert Berührung und Krafteinwirkung und verleiht damit so
gar Objekten Gewicht.
Ein auf der CES 2018 vorgestellter Prototyp des Teslasuits simulierte sogar Temperaturschwankungen im Bereich zwischen 20 und 40 Grad Celsius.
Der gleichnamige Hersteller zielt vor allem auf den Einsatz in Unternehmen und der öffentlichen Sicherheit ab. Mitarbeiter trainieren dort komplexe Arbeitsabläufe oder fordernde Situationen in einer VR-Umgebung. Das soll helfen, kostspielige oder gesundheitsgefährdende Fehler in der Realität zu vermeiden.
Biometrische Erfassungssensoren messen Puls und Herzfrequenz, um den Stress-Level des Trägers zu beobachten. Das macht den Anzug auch
für Sport- und Reha-Training interessant.
2019 gewann der Haptik-Anzug den Innovations Award der CES, den Red Dot Award für bestes Produktdesign und den Future Unicorn Award der DIGITALEUROPE. Wie sich der preisgekrönte Teslasuit in der Praxis schlägt, durfte Scott Hayden von RoadToVR auf der diesjährigen CES ausprobieren.
So fühlt sich der Teslasuit in der Praxis an
Der Anzug besteht aus zwei Teilen. Jacke und Hose benötigen direkten Hautkontakt für optimale Leitfähigkeit – einfaches Überziehen ist somit keine Option. An- und Ausziehen beschreibt Hayden deshalb als umständlich. Schweiß lässt den Anzug eher unangenehm an der Haut kleben.
Der Test-Anzug verzichtet auf thermales Feedback und setzt rein auf transkutane elektrische Nervenstimulation (TNS, Stimulation durch die Haut) und neuromuskuläre Elektrostimulation (NMES, Nerven und Muskeln betreffend). Hierbei reizen elektrische Impulse die Nerven unter der Haut und lassen die Muskeln reagieren, beispielsweise durch kurze Kontraktionen.
Mit einer HTC Vive Pro schickte Teslasuit den Kollegen in eine VR-Demo namens “Oil Rig”. Die wurde von den Briten in Kooperation mit dem Schlumberger Software Technology Innovation Center entwickelt. Oil Rig simuliert ein Notfallszenario auf einer Bohri
nsel, das mit einer Explosion auf der Plattform endet.
Der haptische VR-Anzug Teslasuit ist auch für Damen und in verschiedenen Größen erhältlich. BILD: Teslasuit
In einem fünfminütigen Kalibrierungsprozess wird Hayden an die verschiedenen Stärkegrade der elektrischen Impulse herangeführt. Das System sendet langsam unterschiedliche Pegel durch die leitfähigen Stellen des Anzugs. Darunter Vorder- und Rückseite beider Beine, […]
Avatar-Wettbewerb: Virtuelles Reisen mit echten Robotern
Virtual Reality bietet nahezu unendliche Möglichkeiten in einer simulierten Umgebung. Nächster Schritt: Roboter-Avatare über die VR-Brille steuern. Wie geht das?
Filme über künstliche Intelligenz zeigen oft ein Zusammenleben von Android und Mensch. De… News zu VR, AR und KI | MIXED.de & Josef Erl
ThermoReal im Hands-on: So fühlen sich Feuer und Eis in VR an
Die ThermoReal-Technologie macht Hitze und Kälte in VR spürbar. Kann der Prototyp von Entwickler TEGway überzeugen? News zu VR, AR und KI | MIXED.de & Josef Erl